Denn während du jeden Tag 10 bis 14 Stunden im Büro sitzt – zwischen Angebotskalkulation, Rückfragen von der Baustelle und dem dritten „Chef, kannst du mal kurz…?“ läuft dein eigentliches Leben einfach weiter. Und das ohne dich!
Deine Kinder siehst du wenn überhaupt am Wochenende, mit deiner Frau hast du immer wieder Streit und sie zerrt dich manchmal förmlich aus deinem Büro raus, weil du mal wieder eingeschlafen bist.
Und das Verrückte ist ja:
Du liebst das Handwerk. Du liebst es, wenn eine Anlage läuft. Wenn eine Baustelle fertig ist. Wenn ein Kunde sagt: „Top Arbeit.“
Genau deshalb hängst du dich ja so rein. Weil dieser Betrieb nicht irgendein Laden ist. Er wurde vielleicht schon vor 20, 30 oder 50 Jahren gegründet.
Vom Vater oder vom Opa. Du willst Ihn natürlich mit vollem Stolz weiterführen.
Aber ganz ehrlich: Willst du nicht trozdem ein glückliches privat Leben führen?
Nicht der, der jede Woche 70 Stunden Brände löscht und trotzdem das Gefühl hat, nie fertig zu sein.
Aber wenn man sich umschaut, sieht man immer öfter Chefs, die genauso gebrannt haben wie du.
Mit Herzblut, mit vollem stolz auf ihr Handwerk, mit einem vollen Auftragsbuch.
Und trotzdem hat es sie nach einer gewissen Zeit zerlegt.
Ehe kaputt. Überhaupt kein Privatleben mehr und die Gesundheit vollkommen im Eimer.